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Vom 15.08.1998 bis zum 23.08.1998 waren Joel und ich auf dem Camino
de Santiago mit dem Fahrrad unterwegs. Wir begannen unsere Tour auf
der französischen Seite, in St. Jean Pied de Port ...
Berlin => Paris => St. Jean Pied de PortMit dem Nachtzug von Karlsruhe nach Paris. Ankunft morgens.
Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad: Notre Damé, Pyramide, Camps
Elysee, Tour Eiffel (zu Fuß bis zur zweiten Plattform !!) Joel
verloren, aber am Gare de Austerlitz wiedergefunden. Von dort nach St.
Jean Pied de Port gefahren. Ankunft ca. 22:00. Da irgendein Fest
stattfand, gab es keine Übernachtungsmöglichkeiten, also
habe wir gleich die erste Nacht im Freien verbracht. Trotz des
Gewittergrollens und der Blitze gab es zum Glück keinen Regen in
dieser Nacht. St. Jean Pied de Port => PamplonaGleich der erste Tag begann mit einen ordentlichen Aufstieg. Von den
600 Höhenmetern in St. Jean mussten wir uns in 26 km auf eine Höhe
von 1057 m hinaufkämpfen. Na ja, wir beide ohne besonderes
Training - das war fast zuviel für den ersten Tag. Zwischendurch,
fast unbemerkt, überquerten wir die Grenze nach Spanien. Oben auf
dem Gipfel gab es dann Zeit für ein zweites Frühstück
und wir konnten die Aussicht genießen. Damit waren dann auch die
Pyrenäen geschafft, und bis Pamplona ging es fast nur noch
bergab. In Roncesvalles haben wir uns erst einmal die für
Pilger notwendigen Unterlagen, den Credencial de Peregrino,
besorgt. Nun konnten wir die günstigen Pilgerherbergen benutzen.
In Pamplona angekommen, machten wir uns auf die Suche nach der
Pilgerherberge. Aber das Wetter, welches uns die letzte Nacht trocken
schlafen ließ, unterbrach uns in unserer Suche mit einem kräftigen
Regenschauer. Aber nichtsdestotrotz fanden wir dann unser Quartier,
die Sporthalle einer Schule, wo wir uns ein passendes Doppelstockbett
suchten. Nun, da die Übernachtung gesichert war, machten wir uns
auf zur Stadtbesichtigung. Das wichtigste Ziel war die
Stierkampfarena, die wir dann auch fanden. Leider konnten wir nicht
mehr 'rein, da es zu dieser Zeit keine Veranstaltungen gab. Da unsere
mitgebrachten Nahrungsmittel aber auch langsam ausgingen, war der nächste
Schritt, einen Supermarkt zu finden. Pamplona => LogroñoNach der ersten Nacht, gemeinsam mit ca. 50 anderen Pilgern, machten
wir uns am nächsten Morgen gegen 7 Uhr auf den Weg nach Logroño. Logroño => BurgosBurgos => SahagunSahagun => VilladangosVilladangos => PonferradaPonferradaPonferrada => PortomarinPortomarin => SantiagoSantiago de CompostelaSantiago => San SebastiánMit einem normalen Reisebus konnten wir gegen 10% Aufpreis unsere
Fahrräder mitnehmen und sind so nach San Sebastián
gefahren. Wenn ich mich noch recht erinnere hat das ganze fast den
ganzen Tag gedauert, aber die Entfernung von Santiago nach San Sebastián
ist auch nicht ohne. Also wir kamen gegen 10 Uhr abends in San Sebastián
an und ich hatte auch gleich ein Problem mit dem Fahrrad. Da ich
meinen Lenker quergestellt hatte, um es dem Busfahrer einfacher zu
machen hatte ich nun das Problem, das ich ihn nicht mehr gerade
stellen konnten weil irgendwie der Konterkeil festgeklemmt war. Also
bastelten wir eine irrsinnige Apparatur mit Gepäckgummis um den
Lenker irgendwie festzumachen. Und es ging dann auch, dass ich langsam
fahren und lenken konnten und wir uns eine Übernachtung suchen
konnten. In einer Pension war noch eine Vierbettzimmer frei und wir
konnten so endlich wieder "allein" schlafen. San Sebastian => IrunZu Beginn dieses Tages habe ich erst mal mein Fahrrad zu einem
Fahrradladen gebracht, wo dann mit dem passenden Werkzeug der Lenker
wieder "eingerenkt" wurde. An dem Laden hat man schon
gemerkt, dass man quasi an der Cote Azur Spaniens war. Wir sind dann
noch baden gewesen und auf den "Hausberg" San Sebastiáns
gefahren, von wo man wirklich eine gute Aussicht auf die Stadt und das
Meer hat. Irun => Paris => BerlinUnd ab jetzt nur noch mit dem Zug... Ich glaube es waren so etwa 30
Stunden inklusive Wartezeiten beim Umsteigen. |